fauistaskassel | 04 Mai, 2010 14:49
Im Januar 2009 geschah etwas, was in Deutschland leider
noch viel zu selten passiert: Eine prekär beschäftigte Kino-Belegschaft
beschloss sich gegen ihre miesen Arbeitsbedingungen und die willkürliche
Behandlung durch ihre Chefs organisiert zur Wehr zu setzen.
Nachdem der Versuch bei Ver.di Unterstützung zu finden scheiterte und
die Zentralgewerkschaft der Belegschaft die kalte Schulter zeigte,
schloss man sich der syndikalistischen Freien ArbeiterInnen Union (FAU)
Berlin an. Was folgte, war ein sich zuspitzender Konflikt zwischen der
Betriebsgruppe der FAU Berlin und der Geschäftsführung des Kino
Babylon-Mitte, die jedes noch so geringe Zugeständnis verweigerte.
Als Zwischenergebnis einer kontinuirlichen Eskalation
stand dann im Januar 2010 plötzlich doch ein von Ver.di abgeschlossener
Tarifvertrag und ein de-facto Verbot für die FAU Berlin gewerkschaftlich
zu kämpfen, oder sich überhaupt als Gewerkschaft, bzw.
Basisgewerkschaft zu bezeichnen.
In der Veranstaltung wird diese Entwicklung nach gezeichnet. Es wird
erklärt, warum dieser Konflikt in mehrfacher Hinsicht beispielhaft ist
und warum die durch den eigentlich erfolgreichen Arbeitskampf der
Betriebsgruppe ausgelösten juristischen Maßnahmen für viele
Lohnabhängige
in Deutschland zum Problem werden könnten. Im Rahmen der Veranstaltung
wird es ausreichend Raum geben, um die Probleme, aber auch die
Perspektiven, die sich aus diesem Konflikt ergeben, zu diskutieren.
fauistaskassel | 01 Mai, 2010 16:30
Dem "Blöckchen gegen das Systemchen" am 1. Mai in Kassel schlossen sich etwas 40 Menschen an. Ein Zusammenschluss aus dem örtlichen FAU-Syndikat und einer freien autonomen Gruppe sowie FreundInnen des antikapitalistischen Widerstands erfrischte in diesem Jahr erstmals in dieser Form den Kasseler 1. Mai. Mit einem kleinen Schilderwald, der auf diverse Unzumutbarkeiten in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts hinwies, sowie einem eigenen "Lautsprecherwäglein" und kostümierten AktivistInnen ist ein Kontrast zum DGB-Einheitsbrei gelungen...
fauistaskassel | 20 April, 2010 23:41
Die FAU Kassel ruft zusammen mit nahestehenden AktivistInnen in diesem Jahr zu einem sozialrevolutionären Block bei der 1. Mai Demo in Kassel auf. Dass in Kassel die letzen Jahre so wenig ging, liegt auch daran, dass der DGB mit seinem Anhang nur noch punktuell in Erscheinung tritt und dann auch meist nur mit müden Ansagen. Kassel hat also Nachholbedarf und dabei wollen wir einen Anstoß geben. Wir möchten die Leiharbeits-Kampagne der FAU damit vor Ort einleuten und gemeinsam mit anderen zeigen, dass die Zeit des "Blatt-vor-den-Mund-Nehmens" abgelaufen ist. Wir wollen dabei natürlich nicht übermütig werden und bezeichnen uns vorerst als "Blöckchen", wollen aber auch nicht zu ehrfürchtig gegenüber dem Kapitalismus sein (-> "Systemchen").
fauistaskassel | 12 März, 2010 02:45
Eine Antwort auf die Kritik am Bildungsstreik an der Universität Kassel
Ist
es legitim, dass Studierende im besetzten Hörsaal Karl Marx lesen?
Nicht nur diese Frage führte im Streikplenum zu heftigen und
kontroversen Diskussionen. Der Protest für eine bessere Bildung solle
nicht durch „linke Interessen“ vereinnahmt werden, die ihn nur für ihre
„eigenen Zwecke“ nutzen und jeder/m ihre „General-Kapitalismuskritik“
aufs Auge drücken wollen. Dieser Text ist eine Antwort darauf.
fauistaskassel | 12 März, 2010 01:58
Der Studiengang „Labour Policies and Globalisation" („Arbeitspolitik und Globalisierung") startet seinen zweiten Durchgang. Der relativ junge und nach eigener Selbstdarstellung weltweit bisher „einzigartige Aufbaustudiengang" (Selbstdarstellung) wird in Kooperation von der Universität Kassel und der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin angeboten. Im ersten Durchgang partizipierten 25 Studierende an diesem auf erst einmal drei Jahre angelegten Pilotprojekt.
fauistaskassel | 21 Februar, 2010 16:55
Hier findest du Informationen rund um unsere Ortsgruppe.
Unsere offenen Treffen finden in allen geraden Kalenderwochen, montags
ab 19:30 Uhr im Café Desasta an der Universität Kassel (Holländischer Platz)
statt.
Schau einfach vorbei oder wende dich per Mail an fauks[at]fau.org
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